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Die Kuoni Reisen AG (WKN: 894861) ­arbeitete zuletzt wieder erfolgreich – was zu einem kräftigen Kursanstieg führte.
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Vom Tief Anfang 2009 hat sich Wyndham (WKN: A0J37Z) gut erholt. Die Aktie hat ein Fünf-Jahres-Hocherreicht ...
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... ganz anders als die Wertpapiere der Orient Express-Hotels (WKN: 941153). Seit der Krise stagniert der Kurs.

Hotelaktienbörse 4.2012
Doping für die Finanzmärkte

Aktien sind auf der Werteskala der Anleger in den vergangenen Wochen weiter nach oben gerückt. – Auch wegen der anhaltend zufriedenstellenden Konjunkturdaten aus China und den USA. Da Europas Wirtschaft ebenfalls marginal wächst, sehen die Anleger offensichtlich keinen Anlass, Risiken zu scheuen. Die Bevorzugung von Aktien hat auch damit zu tun, dass andere Anlageklassen wie Anleihen, Immobilien und Gold derzeit Schwäche zeigen.

Kategorie: Hotelaktien
Text: Top hotel, 11. April 2012

Gleichwohl sollte Anlegern bewusst sein: Die positive konjunkturelle Entwicklung ist lediglich ein »geborgter Aufschwung«, der durch Inkaufnahme einer gigantischen Schuldenlast bewirkt wurde. Hotel- und Tourismusaktien waren nicht zuletzt deshalb stark gefragt, weil die VR China in diesem Wirtschaftszweig zu einem bestimmenden Faktor wird.

Wer die Entwicklung der virtuellen Welt – der Finanzmärkte – und der wirklichen Welt – der Realwirtschaft – analysiert, wird als Anleger mit Näherrücken des Monats Mai möglicherweise ­eine höhere Risikoaversion an den Tag legen. Denn die alte Börsenregel »sell in May and go away« sollten Anleger auch in diesem Jahr beherzigen. Bei einer eingehenden Analyse werden sie nämlich zu dem Schluss kommen, dass die seit vielen Jahren anhaltende »Politik des billigen Geldes« durch die Notenbanken der Indus­trieländer zahlreiche Exzesse erfahren hat. Fachleute sprechen mit Blick auf das von den No­- tenbanken aufgebaute Meer der Liquidität vom »Doping für die Börsen«. Werden die verabreichten Dopingmittel irgendwann reduziert – die Zinsen also angehoben und weniger Geld in den Kreislauf geschleust –, droht der Rausch in einem Kater bzw. Stimmungstief zu enden.

Wenn Hotelaktien zuletzt zu den Gewinnern zählten, so auch, weil Fachleute große Dinge von der Volksrepublik China erwarten: Die zunehmende Reiselust chinesischer Bürger werde in Europa und in den USA in den kommenden Jahren einen Boom auslösen, heißt es. Die Erträge der Hotels dürften überdurchschnittlich ausfallen, weil diese in der Lage sein werden, ihre Preise zu erhöhen.

Der Grund: Das Angebot an Hotelzimmern wird wegen der geringen Investitionsneigung nicht mit der erwarteten Nachfrage Schritt ­halten. Diese Auffassung vertraten zahlreiche Top-Manager von Hotelgesellschaften im Rahmen einer von Raymond James & Associates in Orlando/Florida ausgerichteten Investmentkonferenz.

Das US-Handelsministerium in Washington hat eine Prognose mit der Annahme vorgelegt, dass die Ausgaben ausländischer Touris­ten in den USA während der kommenden fünf Jahre weiter steigen werden. Besonders positive Impulse erwartet das Ministerium durch Reisende aus Kanada, Mexiko, Brasilien und China. Als beeindruckend werten Analysten dabei die Annahmen des Ministeriums im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung ­chinesischer Touristen: Deren Anzahl soll im Jahr 2016 um 135 % über den Werten des Jahres 2010 liegen.

Deutschland

Das deutsche Gastgewerbe sieht keine Rezession am Horizont. Die Branche startete im Januar nach Angaben des Statistischen Bun- desamtes mit einem Umsatzplus ins neue Jahr, dabei setzten Gastwirte und Hoteliers  nominal 2,7 % und real 0,8 % mehr um als im gleichen Vorjahresmonat. Ein Vergleich des Monats Januar 2012 mit dem Dezember 2011 zeigt allerdings, dass die Erlöse kalender- und saisonbereinigt leicht sanken. Dennoch: »Das Gastgewerbe hat endgültig den Weg aus der Krise gefunden. Wir gehen davon aus, dass die Zeichen auch für 2012 auf Wachstum stehen«, hieß es beim Branchenverband Dehoga.

Als »beachtliches Ergebnis« bezeichnete Christoph Franz, Vorstandschef der Deutsche Lufthansa AG, die Zahlen für vergangenes Jahr. Der Umsatz stieg um 8,6 % auf 28,7 Mrd €. Der operative Gewinn lag bei 820 Mio € und damit um rund 200 Mio € niedriger. »Dies macht Lufthansa einmal mehr zur Nummer eins in Europa«, resümierte Christoph Franz mit Stolz. Das Unternehmen weicht »ausnahmsweise« von seiner Dividendenpolitik ab und schlägt trotz negativem Ergebnis im Einzelabschluss die Auszahlung einer Dividende von 0,25 € pro Aktie vor. Das Vertrauen in die Aktie lohne sich, sagte Franz.

Für die Travel24.com AG stand das Jahr 2011 im Zeichen der Internationalisierung und ­    des weiteren Wachstums im Online-Reisevermittlungsgeschäft. Das Unternehmen erzielte vorläufigen Zahlen zufolge ein deutlich verbessertes Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 2,7 Mio €, was einer Steigerung um 159 % entspricht. Der Umsatz stieg nach vorsichtiger Schätzung um 177 % auf 19,1 Mio €. Das sei das beste Ergebnis seit Unternehmensgründung vor 15 Jahren, hieß es von der Unternehmensleitung. »Wir gehen auch für 2012 von einem sehr guten Ergebnis und weiteren Umsatz- und Ertragssteigerungen aus«, sagte Finanzvorstand Thomas Gudel.

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