Die weltberühmte künstliche Insel »Palm Jumeirah« ist in Sichtweite, der Jumeirah-Beach liegt direkt vor der Haustür und die Zimmerauslastung gehört zu den höchsten der Welt. Nur wenige Standorte sind für Hoteliers derzeit so attraktiv wie der »Walk«. Genau hier baut Jebel Ali International bereits sein zweites Hotel. Ganz anders als die schon bestehenden vier Häuser in Dubai – und doch bleibt die Hotelgruppe ihrem Konzept treu.
Kategorie: Neue Hotels
Text: Bettina Lintz, 23. Juni 2012
1,8 Kilometer lang ist »The Walk«. Der neue und hippe Szenetreffpunkt ist die einzige Einkaufsstraße Dubais unter freiem Himmel. Hier drängt sich ein Gebäude an das nächste. Wenn noch irgendwo ein kleines bisschen Platz ist, dauert es nicht lange, bis die Architekten aktiv werden und Pläne erstellen, um einen weiteren Skyscraper zwischen die anderen Hochhäuser zu quetschen. Kaum zu glauben: Trotz dieses Überangebots an Hotels, Restaurants und Cafés gibt es hier ausschließlich Luxusdomizile, kein einziges Vier-Sterne-Haus.
Das soll sich ab Oktober ändern. Dann wird am westlichen Ende des »Walks« das Ocean View eröffnet. Damit fülle Jebel Ali International »eine sehr wichtige Marktlücke«, ist sich David Thomson, Regional General Manager von Jebel Ali, sicher. Doch gibt es diese »Lücke« überhaupt? Schließlich beträgt die Jahresauslastung aller Hotels am »Walk« unglaubliche 80 Prozent. »Das Ocean View wird den Service eines Fünf-Sterne-Hotels bieten. Nur dass wir eben fünf bis zehn Prozent günstiger sind als die anderen Hotels am ›Walk‹«, erklärt William Harley-Fleming, General Manager des Hotels. Der 32-Jährige arbeitet bereits seit fünf Jahren für Jebel Ali und seit Anfang 2011 leitet er das Oasis Beach Tower, nur etwa 15 Minuten Fußmarsch entfernt und ebenfalls direkt am »Walk« gelegen.
Der quirlige Brite erzählt, dass der Rohbau des Ocean View vor über drei Jahren von einer anderen Hotelgesellschaft geplant und gebaut wurde. Nachdem diese jedoch Pleite gegangen war, kaufte Jebel Ali Grund und Gebäude Anfang 2012 für knapp 80 Millionen Euro. So kommt es, dass Harley-Fleming bereits Ende April verkündet hatte, das Ocean View könnte theoretisch in sechs bis acht Wochen eröffnet werden. Doch weil es eben »nicht irgendein Hotel« werden soll, wie Harley-Fleming sagt, sondern den hohen Ansprüchen der 31 Jahre alten Hotelmarke genügen solle, wurde nun Oktober als Eröffnungsdatum für das Soft opening ins Auge gefasst. Für den 1. Januar 2013 ist die richtige Eröffnung geplant. Und der Brite ist voller Vorfreude.
»Wir wollen dem Hotel unseren ganz eigenen Touch geben«, verkündet Harley-Fleming enthusiastisch. Das ist den Verantwortlichen von Jebel Ali noch einmal rund 15 Millionen Euro Investitionskosten wert. Kein Betrag scheint zu viel, kein Aufwand zu groß. Das beginnt schon am Eingang: Dieser soll vergrößert und vorversetzt werden, um einladender zu wirken. Zur Bar, die im Erdgeschoss links von der Lobby entstehen soll, wird es einen separaten Eingang geben – was für Dubai außergewöhnlich ist. Schließlich darf Alkohol in dem Emirat nicht in Restaurants, Supermärkten oder Tankstellen verkauft werden, sondern nur in den Restaurants und Bars der Luxushotels. Die Bar des Ocean View gibt also auch externen Gästen die Möglichkeit, in den Genuss von Hochprozentigem oder einfach nur einem Feierabendbier zu kommen.
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